Integrationsbetrieb2018-08-31T18:19:30+00:00

Hotel Morgenland ist ein Integrationsbetrieb

Das Hotel Morgenland wird als Integrationsunternehmen im Sinne des SGB IX geführt und beschäftigt Menschen mit Behinderungen.

Mit Ihrem Aufenthalt unterstützen Sie die diakonisch-sozialpädagogische Arbeit der EJF Service und Fürsorge gGmbH, einer Tochter des EJF e.V. und der EJF gemeinnützige AG.

Neben der rechtlichen und wirtschaftlichen Selbstständigkeit, sowie der Teilnahme am Wirtschaftsleben erfolgt die Eingliederung und Beschäftigung von schwerbehinderten Mitarbeitern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Download Fingeralphabet

Wissenswertes rund um Gebärdensprache und das Leben als Mensch ohne Gehör

Nein. Jedes Land hat seine eigene nationale Gebärdensprache.

Ja. Genauso wie in der Lautsprache gibt es in den meisten Ländern mehrere Dialekte. Daher werden manche Vokabeln z.B. in Norddeutschland anders gebärdet als in Süddeutschland.

Das Fingeralphabet wird für das Buchstabieren von Abkürzungen, unbekannten Begriffen, Personen,  Marken und Ortsnamen verwendet.

Klar. Durch die starke visuelle Orientierung nehmen sie viele Situationen sogar schneller wahr als ein Hörender. Gehörlose können normalerweise alles, außer hören. Sprich: Auto, Motorrad oder Fahrrad fahren, Kinder groß ziehen, studieren, einen Beruf ausüben… Es gibt schwerhörige und gehörlose Pädagogen, Ärzte, Journalisten, Designer, Professoren, Anwälte, Tanzlehrer, Ingenieure…

Nicht alle. Dazu kommt: Man kann selbst unter guten Voraussetzungen generell nur maximal 30% der deutschen Sprache von den Lippen „ablesen“. Der Rest muss kombiniert werden, d.h. die Person setzt den Sinn des Gesagten aus einzelnen verstandenen Wörtern und dem Kontext zusammen. Deshalb spricht man auch besser von Lippenabsehen, statt von  Lippenlesen.

Josephine Jörke, Gebärdensprachdolmetscherin
zwischenmensch 2.0

„Kommunikationsregeln“, die das Gespräch mit einem gehörlosen Menschen erleichtern

  • Beachten Sie die Lichtverhältnisse. Der/die Gehörlose darf nicht geblendet werden und Ihr Gesicht sollte nicht im Schatten sein.

  • Schaffen Sie Blickkontakt. Direktes Anschauen ist unbedingt notwendig.

  • Sprechen Sie langsam und deutlich

  • Drücken Sie sich in klaren Sätzen aus. Vermeiden Sie Schachtelsätze.

  • Kündigen Sie das Thema des Gespräches und einen eventuellen Themenwechsel an.

  • Wenn Sie Fremdworte oder Fachbegriffe benutzen, erklären Sie die Bedeutung.

  • Kündigen Sie an, wenn Sie eine Frage stellen.

  • Beginnen Sie Fragen mit eindeutigen „W“- Fragewörtern. „wer“, „wo“, „wie“, „warum“ … sind gut zu verstehen.

  • Nicht gleichzeitig sprechen und auf etwas zeigen! Ein Gehörloser kann nicht gleichzeitig auf das Mundbild und auf etwas anderes schauen.

  • Schreiben Sie wichtige oder schwierige Informationen auf.

  • Bitte bleiben Sie geduldig auch wenn Sie einmal etwas wiederholen müssen.